Revision der westpaläarktischen Arten der Gattungen Oligota MANNERHEƗM, 1830 und Holobus SOLƗER, 1849 (Coleoptera, Staphylinidae, Aleocharinae, Hypocyphtini)
Author
Kapp, Andreas
text
Linzer biologische Beiträge
2019
2019-07-26
51
1
587
698
journal article
22970
10.5281/zenodo.3754300
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0253-116X
3754300
Oligota rufipennis
KRAATZ
,
1858
(
Abb. 273
282, Verbreitung
Karte 11
)
Oligota rufipennis
KRAATZ, 1858: 352
.
Oligota rufipennis
KRAATZ, 1858
: BERNHAUER & SCHEERPELTZ 1926: 515;
WILLIAMS 1979: 187
;
SMETANA 2004: 455
; SCHÜLKE & SMETANA 2015: 660.
Oligota
(
Logiota
)
rufipennis
KRAATZ 1858
: MULSANT & REY 1873: 112-114.
Untersuchtes Material:
Frankreich
:
Rhône Alpes
:
Lyon
, Typus
Rey
,
1 Ex.
(
MNHL
)
;
Beaujolais
,
3 Ex.
(
DEI
)
;
Nicht
zuzuordnen:
Gallia
, leg.
Merkl
,
2 Ex.
(
DEI
,
MHNG
)
;
Italien
:
Emilia Romagna
:
Monte Catone, 1922, leg. Marchi,
1♂
,
1♀
(
MCSNM
)
;
Toscana
:
Betolle
,
III.1922
,
IV.1922
, leg. Marchi,
2♂♂
,
1♀
(
MCSNM
)
.
Bemerkungen:
Oligota rufipennis
KRAATZ ist eine der wenigen Arten, die an der äusseren Morphologie unschwer zu erkennen ist. Sie besitzt im Penisinnensack ähnliche Innenstrukturen wie
O. andriukhii
nov.sp.
(siehe dort), hat aber kein aus dem Vertralfortsatz austretendes Flagellum. Von
O. andriukhii
nov.sp.
ist sie durch den schlankeren, an den Seiten fast geraden Körperbau zu unterscheiden.
Beschreibung:Relativgrosse,1,30mmlange,0,49mmbreite,hell- bis dunkelbraune Art (Habitus
Abb. 273
); Fühler und Beine hellbraun, Hinterleib mit Ausnahme der beiden letzten Tergite dunkler; Fühler (
Abb. 274
) mit undeutlich abgesetzter viergliedriger Keule; Flügeldecken ziemlich dicht und rau gekörnt punktiert; Kopf und Halsschild wenig dicht punktiert; Körper dicht, leicht glänzend goldgelb behaart.
♂: Aedeagus (
Abb. 275, 276
), Apikallobus der Paramere (Abb. 277); Tergit VIII (Abb. 279); Sternit VIII (Abb. 280).
♀
: Genitalsegment (
Abb. 278
) mit sehr schmalen Laterallamellen und enger Vaginalöffnung, am distalen Ende beiderseits mit Stachelgruppen; Spermathek nicht chitinisiert; Tergit VIII (Abb. 281); Sternit VIII (Abb. 282).
Variabilität: Die Färbung des Kopfes variiert und ist manchmal dunkler braun als der restliche Körper; die Art ist in den Proportionen von Halschild und Flügeldecken ziemlich variabel.
Ökologie: Die wenigen ökologischen Beobachtungen finden sich bei
HORION (1967)
: ̎aus faulem Stroh̎ und in ̎Gartengesiebe̎. Belege dazu konnten in den Sammlungen (NHMW, DEI) keine gefunden werden.
Verbreitung: Südeuropa,
Senegal
(
WILLIAMS 1979
); die mitteleuropäischen Fundmeldungen von
SMETANA (2004)
sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Fehldeterminationen begründet. Im Material verschiedener Sammlungen konnte
Oligota rufipennis
als
O. inversa
ASSING und
O. parva
KRAATZ identifiziert werden. Sichere Belege stammen nur aus
Frankreich
und
Italien
.