Die Brachiopoden des Callovien im zentralen Nordwestschweizer Jura
Author
Sulser, H.
Author
Hostettler, Bernhard
text
Revue de Paléobiologie
2014
2014-06-30
33
1
39
65
http://dx.doi.org/10.7892/boris.70817
journal article
10.7892/boris.70817
0253-6730
6448479
Ivanoviella
oxoniensis
(Rollier, 1917)
Fig. 6d
,
7
1917.
Rhynchonella oxoniensis
Rollier
: 153.
non 1918.
Burmirhynchia oxoniensis
Buckman
: 221, Taf. 17,
Fig. 9
.
? 1932.
Rhynchonella spathica
(non Lamarck) Davidson.– Corroy: 214, Taf. 39, Fig. 23, 24.
? 1945.
Rhynchonella
(
Burmirhynchia
)
oxoniensis
Buckman.
– Lieb: 157, Taf. 2,
Fig. 1
.
1984.
Ivanoviella
?
oxoniensis
(Rollier)
.– Laurin: 340- 348, Taf. 2,
Fig. 9
-17, Taf. 3,
Fig. 1
,
2
, Textfig. 218-223.
1999.
Ivanoviella
?
cf.
oxoniensis
(Rollier)
.– Sulser: 73 (mit Fig.).
Material:
Mehrere Ex., Bözen AG, spätes Callovien,?Herveyi-Zone.
Beschreibung
(
Fig. 6d
,
7
): Schale mehr oder weniger globos, von zahlreichen engen, gerundeten Rippen bedeckt, Schnabel schlank, kurz, eingekrümmt, dorsaler Wulst sehr schwach entwickelt oder fehlend.
Transversalschliffe:
Ventralklappe: Dentallamellen unbeständig, schon vor der Artikulationsebene von der Klappenrand getrennt. Dünne Schlosszähne zusammen mit den Denticula bilden ein eigenartiges gabelförmiges Gebilde, das schräg in die Zahngruben eingreift. – Dor- salklappe: gut entwickeltes Septalium in Verbindung mit zwei Septalplättchen, kein Medianseptum. Schlossplatten getrennt, waagrecht. Zahngruben tief, gerundet, mit markanten inneren und äusseren Zahngrubenrändern. Cruren ventralwärts gerichtet, calcariform.
48 H.
SULSER
& B. HOSTETTLER
Fig. 7: Transversalschliffe von
Ivanoviella
oxoniensis
. Exemplar von 21.5 mm Länge, 21.5 mm Breite und 21.5 mm Dicke. Massstab: 1 cm.
Bemerkungen:
Rollier (1917) stützte sein neues Taxon auf
Rhynchonella varians
var.
spathica
Davidson, 1878
, und Laurin (1984) legte daraus (Taf. 28,
Fig. 5
) den Lectotyp fest. Makridin (1955), der die Gattung
Ivanoviella
für Formen des Callovien (Jason-Zone) der russischen Plattform (Region Moskau, Kaspisches Meer) benutzte, bezog sie irrtümlich auf
Rhynchonella
(
=
Rhynchonelloidella
)
alemanica
Rollier, 1917
(siehe dazu auch Makridin, 1964: S. 140-142, Taf.5,
Fig. 3-6
).
Rhynchonelloidella
Muir-Wood
ist
Ivanoviella
sehr ähnlich, wenn nicht identisch (vgl. Shi & Grant, 1993).
Ivanoviella
bleibt als eigenständige Gattung umstritten, obwohl Alméras
et al.
(1991) ihr mit
Ivanoviella gaetanii
eine neue Typusart zugrunde legten. Sie wurde von Laurin (1984) eingehend revidiert und durch die Subspezies
oxoniensis
und
rullyensis
präzisisiert. Ein Beispiel für die Schwierigkeit, mit diesen sich sehr ähnlichen Formen umzugehen, lieferte Wisniewska-Zelichowska (1978), indem sie
Ivanoviella
alemanica
sensu Makridin
für eine Form aus dem späten Bajocien (!) von
Polen
angab.
Bisher bekannte Vorkommen:
Mittleres bis spätes Callovien von
Frankreich
(Dép. Saône-et-Loire, südliches
Burgund
), Athleta-Zone von Oxford
UK
, unsichere Angaben (Lieb, 1945) aus der
Schweiz
.
Oberfamilie Hemithiridoidea Rzhonsnitskaia, 1956 Familie
Cyclothyrididae Makridin, 1955 Unterfamilie
Cyclothyridinae Makridin, 1955 Gattung
Septaliphoria
Leidhold, 1921
Typusart
:
Rhynchonella arduennensis
Oppel, 1857