Die neu aufgeführten Gattungen und Arten meines Formiciden-Verzeichnisses, nebst Ergänzung einiger früher gegeben Beschreibungen.
Author
Roger, J.
text
Berliner Entomologische Zeitschrift
1863
7
131
214
http://antbase.org/ants/publications/4101/4101.pdf
journal article
4101
8C6ABAF9-FB7B-40E2-8B73-8C69A0B3E755
37.
Polyrhachis Guerini
nov. sp.
Guerin hat nachgewiesen, dass Latreille die aechte
Ammon
F. nicht gekannt hat und nun derjenigen Species, von der er glaubte, dass sie von Latreille mit
Ammon
F. verwechselt worden war, dem Namen
Latreillei
beigelegt. Aber auch diese Art kann Latreille nicht zu seiner Beschreibung benutzt haben, da ihr die Ausrandungen des Thorax fehlen, von denen der Autor spricht. Ich glaube nicht zu irren, wenn ich die vorliegende Art fuer Latreille's
Ammon
halte, und ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass mir dasselbe Stock vorliegt, das Latreille fur seine Beschreibung benutzt hat und welches Eigenthum des Pariser Museums ist.
[[ worker ]] 5 Millim. lang. Kopf und Thorax schwarz, deutlich laengs gestreift, ebenso die Mandibel-Basis; die Seiten des Thorax fein laengsrunzlig, die abschuessige Flaeche des Metanotums grob quer gerunzelt, Koerper, Fuehlerschaft und Beine weisslichgelb. abstehend behaart; Kopf und Thorax, letzterer reichlicher, mit feiner, weissgrauer anliegender Behaarung. Der Hinterleib ist ganz dicht, messing- oder goldgelb, anliegend behaart, ohne rothen Schimmer. Der Clipeus ist gekielt, vorn stark lappenfoermig vorgezogen, in der Mitte etwas ausgerandet mit scharfen, fast zahnartigen Ecke ». Die Stirnleisten sind weit auseinander, nach hinten divergirend, ziemlich nahe an
ihrem
hintern Ende am breitesten, stumpf dreieckig, und von da ab kurz endend, indem sie wieder konvergiren 1). Der Thorax ¡ st vorn am breitesten, nach hinten verengt und hat einen aufgebogenen Seitenrand, der sowohl zwischen Pro- und Mesonotum, als zwischen diesem und dem Metanotum mehr oder weniger tief ausgebuchtet ist. Das Pronotum ist viel breiter als lang, hat au den Vorderecken einen kleinen, kraeftigen Zahn, kuerzer als
Latreillei
, ist seitlich gerundet und vor der rechtwinkligen Hinterecke etwas ausgeschweift Das Mesonotum ist schmaeler als jenes, nach hinten schwach verengt und an den Vorder- und Hinterecken stumpf oder gerundet. Das Metanotum hat eine sehr kurze Basalflaeche, die wegen der vor und hinter ihr befindlichen Ausbuchtungen des Seitenrands, wie ein gerundeter Lappen seitlich vorragt; (die hintere Ausrandung befindet sich unmittelbar vor den Enddornen). Die 2 Dornen am Metanotum und die an der Schuppe sind schmaechtiger und letztere mehr in die Hoehe gerichtet als bei
Ammon
F., sonst dieser ganz aehnlich.
Neuholland, ein [[ worker ]] im Pariser Museum.
Die Zaehne am Pronotum unterscheiden diese Art leicht von
Ammon
F., der dreimal ausgebuchtete Thorax mit seinem aufgebogenem Seitenrand, die streifige Skulptur und die schwachem Dornen von der ihr sonst aehnlichen
Latreillei
.