Hymenopterologische Studien. 1. Formicariae. Author Förster, A. text 1850 Unknown Publisher Aachen http://antbase.org/ants/publications/8138/8138.pdf book 8138 1. Formica herculanea . Linn. Fn. Suec. 1720. [[queen]]. Zett. Ins, Lapp. 448, 1. [[queen]]. F. rufa Linn. 1. c. 1721. [[ worker ]]. Zett. 1. c. 3. id. F. intermedia Zett. ibid. 2. [[ worker ]]. F. atra Zett. ibid. 450, 7. [[male]]. Nyl. Adn. p. 894, 1. [[ worker ]] [[queen]] [[male]]. Operaria: Nigra, thorace, pedibus, petiolo maculaque basali abdominis obscure rubidis; squama ovata, apice integra, serie pilorum instructa. Long. 4-5 lin. Femina: Nigra, nitida, mesopleuris, metanoto, pedibus, petiolo et macula antica abdominali obscure vel piceo-rubidis, tibiis tarsisqae obscurioribus; squama ovata apice subacuminata; abdomine sparse punctato, basibus segmentorum late polltls-, alis hyalinis, ad costam inpiimis luteobrunnescentibus, nervis ferrugineis. Long. 5 1/2-6 1/2 lin. Mas: Ater, opacus, metanotj, pedibas, squama et marginibns membranaceis segmentorum abdomina- lium nitidis; apicibus coxarum et trochanterum angustissime pallescentibus, tarsis obscure rufeseentibus; squama crassa supra per totam latitudinem emarginata . - (Nyl.) Long. 4 lin. Der Kopf des Arbeiters ist schwarzbraun, hin und wieder roth durchscheinend, fein lederarlig runzlig mit zerstreuten Puenktchen , aus welchen kleine, niederliegende, greise Haerchen entspringen; auf dem Scheitel mit laengeren Borstenhaaren versehen. Die Mandibeln verhaeltnissmaessig nicht breit, 5- zaehnig , dunkelroth, die Zaehne schwarz, an der Basis weniger, nach der Spitze hin viel staerker laengsrunzlig und zwischen den Runzeln mit eingestreuten, groben Punkten. Der Clypeus gegen die Stirne hin durch eine zarte, in der Mitte etwas buchtige Linie getrennt, ohne bemerkbaren, oder nur mit schwachem Mittelkiel, vorne unmittelbar ueber dein Munde grade abgestutzt und hart am Rande mit einer Reihe tiefer Gruebchen versehen, die eine Borstenreihe tragen; an der Spitze mit drei laenglichen , ebenfalls borstentragenden Gruebchen bezeichnet. Die Stirnlamellen decken nur unvollkommen die Fuehlerwurzel , sie sind ziemlich scharf und etwas ueber der Fuehlerwurzel sanft gebogen. Eine area frontalis ist nicht abgegrenzt, statt derselben erscheint die Gegend unmittelbar ueber dem Clypeus schwach eingedrueckt . Die Stirne hat in der Mitte eine zarte, eingedrueckte Laengslinie . Die Augen sind verhaeltnissmaefsig klein, flach; die Nebenaugen fehlen gaenzlich . Die Fuehler dunkelroth bis schwaerzlich , das Wurzelglied roth, der Schaft mafsig gebogen, von der Mitte bis zur Spitze nur wenig verdickt, die Geifsei duenn , kaum etwas laenger als der Schaft, das Stielchen laenger als das erste Glied der Geifsei, dieses ein wenig kuerzer als das zweite Geifselglied; von dem zweiten Geisselglied ab werden die uebrigen bis zur Spitze allmaehlig ein wenig kuerzer , und fast unmerklich dicker, das letzte Glied selbst aber erscheint so lang als die beiden vorhergehenden zusammengenommen, stark kegelfoermig verlaengert und zugespitzt. Der Mittelleib rein roth, nach hinten stark von der Seite zusammengedrueckt , so dafs er fast keilfoermig erscheint, ueberall mit kurzen, feinen, anliegenden Haerchen und nur hin und wieder mit laengeren Borsten versehen, welche namentlich an der Basis der abschuessigen Stelle des Metathorax etwas zusammengehaeuft erscheinen. Pro-Mesound Metanotum ungefaehr in gleicher Ebene mit fast unmerklicher Woelbung liegend, die abschuessige Stelle etwas schief und fast solang als der nicht abschuessige Basaltheil. Das Mesosternum vorne doppelt so breit als hinten, in der Mitte der Laenge nach mit einem Kiel versehen, zu beiden Seiten desselben der Laenge nach leicht eingedrueckt , am Aufsenrande scharf gerandet, die Beine roth, die vordersten Hueften , so wie Tibien und Tarsen bisweilen etwas dunkler oder intensiver gefaerbt . Die Schuppe des 1ten Segments fast so hoch als das 2te, schmal eifoermig , an der Spitze zu beiden Seiten mit 6-7 Borstenhaaren, die Mitte selbst nackt. Die uebrigen Segmente zusammengenommen eifoermig rund, schwarz, matt, das 2te an der Basis bis ueber die Mitte hinaus roth, jedes einzelne Segment mit ziemlich breitem, haeutigem Hinterrande und unmittelbar vor dieser Membran mit einer Querreihe von Borstenhaaren, die auch auf dem Ruecken desselben, aber zerstreut und in geringer Anzahl vorhanden sind. Die sonstige Sculptur der Segmente schliefst sich uebrigens ganz an die des Kopfes und des Mittelleibs an. Weniger dicht ist sie auf der Bauchseite und diese deshalb viel glaenzender . Von dem Arbeiter besitze ich zwei Exemplare, das eine aus der Gegend von Elberfeld, die Herkunft des andren ist mir nicht mehr genau bekannt. Das [[queen]] ist groefser als der Arbeiter, der Kopf ungefaehr von gleicher Bildung wie bei diesem, aber die Punktirung groeber ; der Clypeus hat keinen Mittelkiel, die Augen von derselben Bildung, die Nebenaugen deutlich, die Stirnlinie etwas tiefer, nicht ganz das mittlere Nebenauge erreichend. Die lederartige Sculptur des ganzen Koerpers feiuer und die niederliegenden Haer- chen etwas laenger als bei dem Arbeiter, letztere daher auch leichter zu beobachten. Der Mittelleib etwas glaenzend , schwarz, die Mittelbrustseiten und der Hinterbrustruecken , so wie bisweilen der Vorderbrustruecken , namentlich am Hinterrande, roth. Am Hinterbrustruecken der Basaltheil kurz, besonders kuerzer als der abschuessige Theil desselben. Die Fluegel weisslich glashell, gegen den Vorderrand hin braeunlich gelb, die Adern roethlich . Die Beine roth, Tibien und Tarsen ein Wenig dunkler. Die Schuppe etwas breiter und an der Spitze auch duenner wie bei dem Arbeiter, nach oben seitlich etwas schief abgeschnitten, so dass in der Mitte eine nicht undeutliche Spitze sich bemerkbar macht. Der Hinterleib sonst wie bei dem Arbeiter, aber etwas mehr verlaengert , das 2te Segment an der Basis roth, die Punkte, aus welchen die niederliegenden Haerchen hervorkommen deutlicher als bei dem Arbeiter. Der Bauch etwas glaenzen- der als der Ruecken . Von dem Weibchen besitze ich nur 1 ungefluegeltes Exemplar aus Sueddeutschland . Das Maennchen hat einen ganz schwarzen Koerper , Kopf, Mittelleib und Hinterleib matt, mit einzelnen Haaren wie bei dem [[queen]], aber undeutlicher. Die Sculptur wie bei dem Arbeiter, aber ebenfalls etwas undeutlicher. Der Kopf klein, von der Seite gesehen eifoermig ; die Mandibeln an der Spitze wenig erweitert, undeutlich zweizaehnig . Die Augen vorspringend; Nebenaugen wie beim Weibchen. Die Fuehler fadenfoermig , schlank, Schaft und Geifsei gleich lang. Die ersten Glieder der Geissel an der Spitze, die letzten fast ganz blasser gefaerbt . Der Mittelleib wie beim Weibchen, aber der Vorderbrustruecken vorne etwas schmaeler , der Mittelbrustruecken vorne etwas hoeher , mit drei deutlichen, eingedrueckten , im Grunde glatten Linien versehen. Die Mittelbrust mit einer Mittelfurche, das Schildchen und der Hinterbrustruecken glaenzend , dieser gleichfoermig gewoelbt . Die Fluegel weifslich-durchscheinend, die Adern gelbroth. Die Beine schlank, die Gelenke zart blafsgelblich roth, die Tarsen, vorzueglich an der Spitze, roethlich . Die Schuppe niedrig, querueber fast rechtwinklig, an den Seiten ein wenig zugerundet oben breit ausgerandet. Der Hinterleib mit kleineren und groesseren Haaren fast wie bei dem Arbeiter, die Sculptur aber beinahe noch etwas deutlicher, der Hinterrand der Segmente haeutig , glaenzend und weisslich schimmernd. Ein Maennchen diesser Art besitze ich nicht. Das Vorkommen der Form. herculanea in der Rheinprovinz ist gewiss , aber sie scheint selten zu seyn und an manchen Lokalitaeten gaenzlich zu ssehlen . Nach Nylander legt sie ihr Nest in ssaulen Baumstruenken an, und die Maennchen und Weibchen sollen vom Juni bis August, je nach der guenstigen Witterung, erscheinen.