Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 1. Pteridophyta bis Caryophyllaceae (2 nd edition): Registerzuband 1AuthorHess, Hans ErnstAuthorLandolt, EliasAuthorHirzel, Rosmarietext1972Birkhaeuser Verlaghttps://doi.org/10.5281/zenodo.291815book29181510.5281/zenodo.2918153-7643-0843-5Sorghum
Adans.
Mohrenhirse
1
jaehrig
oder ausdauernd.
Blaetter
in der Knospenlage eingerollt; Blattscheiden rund, nicht gekielt.
Bluetenstand
eine
10-50 cm lange, lockere bis sehr dichte Rispe.
Anordnung der
Aehrchen
auf den
Rispenaesten
wie bei
Bothriochloa:Aehrchen
in Paaren
beisammen (an der Spitze der
Rispenaeste
1 zwittriges und 2 ♂
Aehrchen
beisammen) und als Ganzes abfallend. Jedes
Aehrchen
1
bluetig
;
Huellspelzen
3;
unteres
Aehrchen
auf dem Rispenast sitzend, zwitterig, mit 2 harten, untern
Huellspelzen
, die
auffallend breiter sind
(auf dem
Ruecken
flach)
als die beiden weichen untern
Huellspelzen
des obern, gestielten
, ♂
oder sterilen
Aehrchens
(an diesem Merkmal ist auf die Verteilung der Geschlechter in den
Aehrchen
zu
schliessen
, wenn die Deckspelze des zwittrigen
Aehrchens
nicht begrannt ist!); oberste, 3.
Huellspelzehaeutig
.
Deckspelze des zwittrigen
Aehrchens
mit oder ohne Granne;
Deckspelze des ♂
Aehrchens
stets ohne Granne. Vorspelzen klein oder nicht vorhanden.
Die Gattung
Sorghumumfasst
wahrscheinlich
ueber
100 Arten
(Angaben je nach der Bewertung der Kulturrassen verschieden). Auf Grund zytogenetischer Untersuchungen teilt Garber (1950) die Gattung
Sorghum
in 6 Untergattungen ein; davon sind 4 in der
urspruenglichen
Verbreitung auf die Alte Welt
beschraenkt
,
waehrend
2 Untergattungen auch Arten in Amerika besitzen.
Die Gattung ist in den Tropen und Subtropen verbreitet;
mehrere Arten haben seit
praehistorischer
Zeit
in den
waermeren
Gebieten Bedeutung als
Kulturpflanzen;
ihre
Geschichte und Systematik
wird von Snowden (1935) eingehend dargestellt. Nach Celarier (1958) sind bei 43 Arten die
Chromosomenzahlen
bekannt: 2n = 10, 20 und 40; es gibt autopolyploide und alloploide Arten; nur bei 2 Arten sind innerhalb derselben Art verschiedene Chromosomenzahlen nachgewiesen. Einzig bei
S. halepensewurdenStoerungen
in den Meiosen beobachtet; Apomixis ist aus der Gattung
Sorghum
nicht nachgewiesen. Zusammenstellung der zytogenetischen Literatur von Celarier (1958). Viele Literaturangaben
ueber
Geschichte, Systematik, Verbreitung und
Zuechtung
von Pilger (1940), Garber (1950) und Merwine und Bennett (1966). Zusammenfassung der biosystematischen Forschungsergebnisse von De Wet, Harlan, Huckabay und Lu (1966).
Nach Janchen (1959) ist
Sorgum
die richtige Schreibweise.
1. Das ♂ (oder sterile)
Aehrchen
meist auf etwa 3 mm langem Stiel, das zwittrige
Aehrchen
weit
ueberragend
; Pflanze ausdauernd, unterirdisch kriechend
S. halepense
(Nr. 1)
1*. Das ♂
Aehrchen
auf nicht
ueber
1,5 mm langem Stiel, das zwittrige
Aehrchen
kaum
ueberragend
; Pflanze 1
jaehrig
; kein Rhizom