Hornmilben (Oribatida) [pages 213 to 260] Author Weigmann, G. Author Miko, L. text 2006 Goecke & Evers Keltern Hornmilben (Oribatida) [Dahl, Tierwelt Deutschlands, Teil 76] 213 260 http://www.goeckeevers.de/verlag/dahl.html book chapter Weigmann2006pp213to260 Gustaviidae Oudemans, 1900 Diagnose: Cheliceren mit stilettartigem Digitus mobilis, der zweireihig fein gezaehnt ist, Grundplatte (1. Chelicerenglied) sehr kurz und breit; Sub vorn halbrohrfoermig vorgezogen, als als Saugrohr und Fuehrung der Cheliceren; RO vorn mit Kerbe, die als dorsale Halterung des Saugrohrs fungiert; NG und PD verschmolzen; Koerper im Profil hoch gewoelbt , PD nach vorn steil abfallend; Lam mit Csp, Trl meist linienfoermig (je nach Betrachtungsrichtung deutlich oder nicht); Tut lang blattfoermig , distal gerundet; Ptc I und II entwickelt; ss lang und schlank spindelfoermig ; 10 ng, meist vestigiell, nur p-Borsten deutlich; 6 g, 1 ag, 2 an, 3 ad; Beine 3krallig. Nymphen mit Skalps der vorigen Stadien. Das spezialisierte Subcapitulum [8f] und die Chelicere [122e] wurden genauer von Abd-el-hamid(1965a), Woolley (1979) und Mahunka (1996a) untersucht. Das Basisglied der Chelicere kann um etwa 90° rotieren, wodurch der Digitus mobilis, der unten eingelenkt ist, vor und zurueck bewegt wird. Das Subcapitulum bildet fuer die Stilette ein Fuehrungsrohr , das aus den distalen Teilen der Palpencoxen-Laden und vermutlich den Rutellen und den AdoralLappen besteht, die jeweils ein Halbrohr bilden. Die G. microcephala ist nach Schuster (1956a) mikrophytophag und sticht bevorzugt Pilzsporen an. Nur eine Gattung mit zwei Arten in Mitteleuropa. Die Unterscheidung der Arten ist oft nicht vollzogen worden. G. fusifer nach Sellnick (1932, 1960) ist sicherlich G. microcephala , so dass die oekologische Literatur zu den Arten nicht immer eindeutig ist. Im uebrigen erscheinen die Differenzialmerkmale nicht als sehr gravierend.