Neue Stenus- Arten aus China (1) (Coleoptera, Staphylinidae) 359. Beitrag zur Kenntnis der Steninen Author Puthz, Volker text Linzer biologische Beiträge 2018 2018-12-17 50 2 1329 1401 journal article 10.5281/zenodo.5275141 0253-116X 5275141 Stenus duhaldei nov.sp. ( Abb. 94 , 148 , 197 ) M a t e r i a l: Holotypus ( ) und 1♀ - Paratypus : CHINA : W Sichuan , Ganzi Tibet Aut. Pref. , Luding Co. , W-Erlangshan-Pass 7 km SSE Luding , 2600m 29 o 51’N , 102 o 15’E , 29.VI.1999 , Laubstreu, M . Schülke . Paratypen : 1♂ , 2♀♀ : ibidem, 20.VI.1999 , Kiefer , Hasel , Blüten , idem ; 1♂ : ibidem, 22.VI.1999 , Laub- und Nadelstreu , idem ; 2♀♀ : ibidem, 20.-29.VI.1999 , D. Wrase; 1♀ : ibidem, 2700m , 29 o 51.27’N , 102 o 15.47’E , 21.VI.1999 , A. Pütz. - HT und PTT in coll. Schülke ( Berlin ), PTT in der SHNU , in coll. Pütz und in cP . B e s c h r e i b u n g: Apter, schwach schimmernd, Kopf schwarz, übriger Körper dunkel kastanienbraun; Vorderkörper mässig grob bis grob, sehr dicht punktiert, Abdomen vorn mässig grob und sehr dicht, hinten fein und dicht punktiert (7. Tergit: Abb. 94 ); Beborstung kurz, anliegend. Paraglossen oval. Kiefertaster und Fühlerbasis gelblich bis hellbraun, Fühlerkeule gebräunt, Beine hellbraun, Schenkel zu ihren Spitzen hin etwas dunkler. Clypeus schwarzbraun, Oberlippe dunkelbraun, heller gesäumt, dünn beborstet. Abdomen seitlich ungerandet (auch das 3. Segment), 4. Tarsenglied kurz gelappt. Länge: 2,5-2,9mm (Vorderkörperlänge: 1,3-1,35mm ). PM des HT: HW: 25; DE: 13; PW: 19,5; PL: 19; EW: 23; EL: 20; SL: 14,5. Männchen: Beine einfach. Metasternum flach eingedrückt, grob und sehr dicht auf fast glattem Grund punktiert und beborstet, Vordersternite einfach, 7. Sternit längs der Mitte abgeflacht und daselbst feiner und dichter als an den Seiten punktiert und beborstet, Hinterrand. 8. Sternit mit sehr flacher Ausrandung etwa im hinteren Zwanzigstel des Sternits. 9. Sternit mit langem, spitzem Apikolateralzahn. 10. Tergit am Hinterrand abgerundet. Aedoeagus ( Abb. 148 ), Apikalpartie des Medianlobus sehr kurz, in seitlich konkavem Bogen in eine ziemlich scharfe, apikal häutige Spitze verengt, ventral mit mehreren Sinnesborsten; im Innen werden eine breite Ausstülpspange sowie ein tubiger, leicht gebogener Innensack deutlich; Parameren deutlich länger als der Medianlobus, ihre Spitzen häutig, mit insgesamt 9 langen Borsten. Weibchen: 8. Sternit zum Hinterrand stumpfwinklig verengt. Valvifer mit langem Apikolateralzahn. 10. Tergit wie beim Männchen. Spermatheka ( Abb. 197 ), Infundibulum breit umgekehrt Y-förmig, mittlerer Spermathekengang dreimal gewunden, Endschlauch deutlich länger als der mittlere Spermathekengang. D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e: Auch diese neue Art gehört in die S. cephalotes- Gruppe und ähnelt hier vielen kleinen Arten mit vollständig ungerandetem Abdomen, zum Beispiel dem S. tianquanensis TANG & PUTHZ , unterscheidet sich von ihm äusserlich schwer durch seitlich weniger konvexe (mehr "streng" trapezoide), rauer punktierte Elytren und deutlicher genetztes Abdomen, von allen durch die Sexualcharaktere. E t y m o l o g i e: Mit dem Namen dieser neuen Art erinnere ich an Jean Baptiste Du Halde (1674-1743), der mit seinem umfangreichen Werk "Description de la Chine et de la Tartarie chinoise" (1735) wesentlich zur Kenntnis von China in Europa beigetragen hat.