Neufunde und bemerkenswerte Wiederfunde an Bienen (Hymenoptera, Apoidea) in Oberösterreich - 2 Author Ockermüller, Esther Author W, Andreas Author Hackl, Jasmin Author Schwarz, Martin Author Link, Andreas Author Meyer, Philipp Author Pachinger, Bärbel text Linzer biologische Beiträge 2021 53 2 951 970 journal article 10.5281/zenodo.13154789 0253-116X 13154789 Nomada melathoracica IMHOFF , 1834 – Neufund für Oberösterreich N a c h w e i s e: OÖ – Bez. Urfahr-Umg., Puchenau, Pfarrhofgarten, unterer Teil, 560m , N48°28‘38‘‘ E14°14‘29‘‘ , 1♁ 5.4.2020 , leg. A.W. Ebmer, det. J. Smit (Coll. Ebmer). Die Senf-Wespenbiene war bisher mit nur sehr wenigen Exemplaren aus den östlichen und südöstlichen Teilen Österreichs, aus den Bundesländern Niederösterreich, Wien und der Steiermark, nachgewiesen ( GUSENLEITNER et al. 2012 ). Der näheste uns bekannte Fund zu Oberösterreich liegt in St. Christophen (leg. Max. Schwarz, 1953). FRANZ (1982) fasst Funde aus der Buckligen Welt, Wien und Oberweiden zusammen. In der Sammlung des Biologiezentrums befindet sich ein Exemplar aus Steinegg am Kamp (leg. L. Strauss, 1932). Des Weiteren sind in der Datenbank Apidat Einträge aus Wien, Rosenhügel (ohne Funddatum), dem Leithagebirge (1885) sowie Weinburg und Mureck (beide ohne Funddaten) in der Steiermark zu finden. Die Gesamtverbreitung ist noch überprüfungsbedürftig, jedoch dürfte es sich um eine vor allem westmediterrane Art handeln, die nach Osten bis Bulgarien nachgewiesen ist. In unseren Breiten parasitiert sie bei Andrena agilissima (SCOPOLI, 1770) , welche immer nur sporadisch auftritt, so auch im Bereich des Pfarrhofs Puchenau, wo die Senf-Blauschillersandbiene am 9.6.1993 , am 4.9.1995 und am 13.5.2008 gefunden wurde. Obwohl dort noch keine Nester entdeckt wurden, ist diese Wirtsbeziehung anzunehmen.